Der ins Auge gefaßte Umzug der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) nach Berlin ist nach Ansicht des DJV-Brandenburg eine „journalistisch und wirtschaftlich längst fällige und richtige Entscheidung,“ wie der Vorsitzende Hans Werner Conen erklärte. „So wie AFP in Paris sitzt und Reuters in London, gehört dpa in die deutsche Hauptstadt,“ fügte Conen hinzu. Der DJV-Brandenburg, der auch Berlin einbezieht, bietet den Zuzüglern eine verläßliche verbandliche Heimat ohne Risiko. „Der DJV-Brandenburg ist der einzige DJV-Verband in der Hauptstadtregion, der weder je insolvent noch von Insolvenz bedroht war,“ heißt es im Berliner Büro der journalistischen Interessenvertretung.
Nach dem Verständnis des DJV-Brandenburg ist es sinnlos, sich dem schnellen Wandel in der Medienindustrie in den Weg stellen zu wollen. „Proteste und rote Fahnen ändern nichts. Wer in Wortsinne nicht mitzieht, bleibt zurück,“ warnte Conen. Es sei unpraktikabel, eine am Markt orientierte unternehmerische Entscheidung wie den Umzug von der Zustimmung aller Angestellten am jetzigen Sitz in Hamburg abhängig machen zu wollen. Für Berlin-Brandenburg sei der Zuzug der Deutschen Presse-Agentur eine gute Perspektive, insbesondere auch für journalistische Arbeitsplätze. Der DJV-Brandenburg wies darauf hin, daß so der durch den Wegzug wichtiger Redaktionen von Sat1 nach München entstehende Verlust immerhin teilweise ausgeglichen werden könne.
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