20. Februar 2009

Mediationsbericht macht Hoffnung auf innerverbandlichen Frieden

Im DJV gibt es neue Hoffnung auf Beendigung der seit nun fast fünf Jahren anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem Bundesverband und dem autonomen Landesverband Brandenburg. „Der Mediationsbericht von Professor Klaus Kocks ist ein hilfreicher Ansatz, jetzt endlich aus der den ganzen DJV lähmenden Krise herauszukommen,“ erklärte Brandenburgs Vorsitzender Hans Werner Conen. Der Landesverband hat den Bundesvorsitzenden heute zu alsbaldigen Verhandlungen über die von Professor Kocks nach Gesprächen mit beiden Seiten formulierten sechs Grundfragen aufgefordert und entsprechende Anträge in den Gremien angekündigt.

Der Kocks-Bericht sieht den Grund für die nach gerichtlich gescheiterten Versuchen, den Landesverband Brandenburg auszugrenzen und zu ruinieren, fortgesetzten Streitigkeiten in einem verweigerten Diskurs über Grundsatz- und Zukunftsfragen des Journalistenverbands. Der Mediator fordert, die Positionen des DJV, der zugleich Berufsverband für Freie und Gewerkschaft für Arbeitnehmer sein will, ebenso öffentlich zu diskutieren wie die Frage, ob der Verband so etwas wie „ADAC für Journalisten“ oder moralisch-politische Instanz sein sollte.

Der DJV-Brandenburg hat den Bericht nachdrücklich begrüßt. Er sieht in ihm einen Ansatz, im Jubiläumsjahr des DJV, der 2009 sechzig Jahre alt wird, zum gedeihlichen Miteinander zurückzukehren, das – so Conen – ein „Miteinander in Freiheit, Toleranz und Vielfalt“ sein sollte.

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