Der DJV-Bundesverband hat seine Position zum „Verband Junger Journalisten“ (VJJ) offenbar radikal geändert. Nachdem eine angebliche „Unterwanderung“ durch „Rechtsextremisten“ vom VJJ wesentlicher Grund für einen teuren und bei den Gerichten erfolglosen Feldzug gegen die Landesverbände Brandenburg und Berlin war, unterstützt nun der DJV-Bundesvorsitzende Konken den VJJ-Vorsitzenden Björn Hensel, einen Weggefährten und Nachfolger des ebenfalls als „rechtsextrem“ verdächtigten Torsten Witt. Hensel will bei Gericht seine Mitgliedschaft im DJV erreichen und hat sich dafür ausgerechnet den DJV-Brandenburg ausgesucht. Der DJV hilft mit vertraulichen Dokumenten und Auskünften, die dem eigenen Landesverband schaden sollen.
„Solidarität geht anders,“ so Brandenburgs Vorsitzender Hans Werner Conen, „man reibt sich Augen, welche neuen Freunde der DJV-Bundesverband nun hat. Das Motto ist offenbar: Erst dämonisieren, dann fraternisieren. Solche Grundsatzlosigkeit ist nun wirklich keine Werbung für den DJV, der dringend einen neuen Aufbruch braucht.“
DJV-Landesverbände haben derweil Unvereinbarkeitsbeschlüsse bezüglich des VJJ und VJJ-Mitglieder entweder nicht aufgenommen oder als Mitglieder wieder gestrichen. Hintergrund war die Behauptung des DJV-Bundesvorsitzenden Konken, eine Gruppe „rechter“ VJJ-Aktivisten habe Vorstandswahlen unzulässig beeinflußt. Conen: „Wer Konken gefolgt ist, ist nun blamiert. Der VJJ-Chef als DJV-Mitglied – kann man das wollen? DJV und VJJ Hand in Hand – was wohl der nächste Verbandstag dazu sagt?“
Der Verbandstag 2008 hat jede Beschränkung für Rechtsextremisten, insbesondere Mitglieder der NPD, auch für Führungsposten im DJV abgelehnt; nun folgt die Unterstützung für den VJJ-Vorsitzenden. Der DJV-Brandenburg fürchtet, daß damit die Richtung weiterer Schritte vorgegeben ist.
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