Mit großer Sorge hat der DJV-Brandenburg Presseveröffentlichungen entnommen, daß die drei anderen DJV-Landesverbände in der Hauptstadt-Region wegen Überschuldung akut insolvenzgefährdet sein sollen und damit vor der Auflösung stehen könnten. In einer Schaltkonferenz des Brandenburgischen Vorstands erklärte der Vorsitzende Hans Werner Conen: „Das Wichtigste sind jetzt die betroffenen etwa 4.000 Mitglieder, denen aus dem Versagen von Funktionären kein Nachteil entstehen darf. Zumindest Presseausweisausgabe, Beratung und Rechtsschutz müssen aufrechterhalten werden. Hier sind wir als der einzige Verband der Region, der gerichtlich bestätigt nicht insolvent ist, um unserer Kollegen willen in der Pflicht. Und auf uns kann man sich verlassen.“
Der Brandenburgische Vorstand hat zunächst grundsätzlich beschlossen, für Hilfe zur Verfügung zu stehen, und erhebliche Mittel dafür reserviert. Weitere Beschlüsse sollen kurzfristig folgen. Der DJV-Bundesverband kann kaum helfen, weil nach jahrelangen erfolglosen gerichtlichen Auseinandersetzungen bis hin zum Bundesverfassungsgericht die finanziellen Reserven praktisch aufgebraucht sind. Nach vorliegenden Informationen werden zur Abwendung der Insolvenzen innerhalb weniger Tage fast 1,5 Millionen Euro benötigt.
Verantwortlich für die prekäre Lage ist nach Brandenburger Analyse vor allem der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken mit seinem Versuch, die traditionsreichen Landesverbände in Berlin und Brandenburg durch hoch subventionierte abgespaltene Konkurrenz-Verbände in den Ruin zu treiben. „Der absurde innerverbandliche Krieg, bei dem keiner mehr weiß, worum es eigentlich geht, zieht nun offenbar drei Verbände in den Abgrund,“ resümierte Brandenburgs Vize-Chef Klaus Minhardt, „nur der DJV-Brandenburg ist wie ein Fels in der Brandung.“
Sollte es so schlimm kommen, wie aufgrund der Nachrichten zu fürchten ist, wäre es die größte Massen-Pleite in einem deutschen Berufsverband seit dem Ende von Weltkrieg II.
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