18. August 2006

Tarifabschluss für Zeitschriftenredakteure erzielt

Am heutigen Freitag einigten sich in Hamburg die Verhandlungskommissionen von DJV, ver.di und VDZ auf einen neuen Gehaltstarifvertrag für die rund 8.000 deutschen Zeitschriftenredakteure.

Nach dem heutigen Ergebnis soll zum 1. Oktober eine Einmalzahlung in Höhe von 220 Euro erfolgen. Zum 1. Januar 2007 steigen die Gehälter um 2,2 Prozent, eine weitere Einmalzahlung von 220 Euro ist zum 1. Januar 2008 fällig. Der Gehaltstarifvertrag läuft über einen Zeitraum von 26 Monaten vom 1. Juni 2006 bis 31. Juli 2008.

Darüber hinaus vereinbarten die Tarifparteien, dass die strukturellen Änderungen der Berufsjahrstaffel zum 1. September in Kraft treten. Die neue Berufsjahrstaffel sieht folgendermaßen aus:

Gruppe I:
ab   1. Berufsjahr: 2.850 €
ab   4. Berufsjahr: 3.200 €
ab   7. Berufsjahr: 3.650 €
ab 10. Berufsjahr: 3.950 €

Gruppe II:
ab   4. Berufsjahr: 3.600 €
ab   7. Berufsjahr: 4.150 €
ab 10. Berufsjahr: 4.700 €

Gewerkschaften und Zeitschriftenverleger vereinbarten einen Vertrauensschutz von maximal 60 Monaten. Wer also bis zu fünf Jahre von der letzten Stufe der alten Berufsjahrstaffel entfernt ist, wird diese noch erreichen. Als Erklärungsfrist wurde der 15. September vereinbart.

„Dieser Tarifabschluss bietet keinen Grund zum Jubel“, erklärte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff, „aber er bietet den Kolleginnen und Kollegen in den Zeitschriftenredaktionen Sicherheit.“ Es sei gelungen, in einem insgesamt schwierigen tarifpolitischen Umfeld den Flächentarifvertrag zu sichern.

Über den heutigen Tarifabschluss wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission am 4./5. September in Bonn beraten.

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